Kostenloses Surfen im Internet ist in immer mehr Ländern eine Selbstverständlichkeit. Die Schweiz aber hinkt hinterher – auch wegen des Swisscom-Geschäftsmodells. Das soll sich nun ändern.
Wer mit seinem Smartphone, iPad oder Laptop ins Ausland reist, ist dort nie weit weg von einem drahtlosen Internetanschluss. Ob in Hotels, Restaurants oder an Flughäfen: Das kostenlose Surfen im Internet gehört in immer mehr Ländern zum Grundstandard.
Nicht so in der Schweiz. Thomas Winkler von Schweiz Tourismus sieht einen Grund dafür in der Geschäftspraxis der Swisscom: «Die grösste Telecomanbieterin bindet Kunden aus dem Dienstleistungssektor durch langjährige Verträge an sich und stellt die nötige WLAN-Infrastruktur zur Verfügung.» Der Kunde entscheidet, ob er diese Kosten über eine Internetgebühr an Hotelgäste und Flughafenpassagiere überwälzt oder ob er sie selber trägt. Der moderne Reisende hat für solche Gebühren indes immer weniger Verständnis.
Auch die Vegi-Restaurants Tibits haben umgerüstet. «Der Bedarf an kostenlosem Internet ist sehr gross. Das gehört heute einfach dazu», erklärt Tibits-Chef Daniel Frei. Fast die Hälfte der schweizerischen Bevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren besitzt ein Smartphone, wie vor kurzem eine Studie von Comparis zeigte. Auch die Zahl von iPads und anderen Tablets steigt rasant an. Sie werden gerne und oft beim täglichen Pendeln eingesetzt.
